CD Kapelle Luzi Brüesch 1929-1931 erstmalig digitalisiert - Download PDF hier
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Salonfähig: Aus «jenisch» wird «bürgerlich»
von Georg Jäger
In den zwanziger und dreissiger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die Ländlermusik
gesamtschweizerisch – vor allem auch durch die ungemein populären Innerschweizer
Kasi Geisser und Stocker Sepp in Zürich – zu einem Symbol schweizerischer Kultur und
nationaler Identität. Die Bündner Tanzmusik verdankt ihren Ursprung der Tradition der
Jenischen. In Graubünden war es Luzi Brüesch, der mit seinem bürgerlichen Habitus viel
zur öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennung der Ländlermusik
beitrug. Brüesch legte grössten Wert auf seriöses Auftreten, korrekte Kleidung und
«Solidität» seiner Kapelle: Luzi Brüesch, erste Klarinette, Heiri Padrutt, zweite Klarinette,
Hans Fischer, Handorgel, Hans Majoleth, Kontrabass.
Die hier erstmals digitalisierten Aufnahmen von 1929-1931 im «Bündner Stil» sind
eine Auswahl aus den frühesten Einspielungen der Ländlermusik aus Graubünden. Luzi
Brüeschs Kapelle war – zusammen mit Franz Wasers «Fränzli-Musik» aus dem Engadin
– ein Meilenstein auf dem Weg zu einer eigenständigen Bündner Volksmusik.
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